Der Murtensee (13.4.-15.6.2025)
Aus Künstlersicht.
Allzu oft werden die Ansichten des Murtensees von den zahlreichen Darstellungen des Genfersees oder des nahen Neuenburgersees in den Schatten gestellt, obwohl sie diesen in nichts nachstehen. Die Ausstellung zu diesem Thema zeigt eine bedeutende Sammlung von Stichen, Zeichnungen und Gemälden, die in der Schweizer Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts kontextualisiert sind.
Die vielfältigen Bilder des Murtensees verdeutlichen, wie sich seine Darstellung im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Während der See in den ältesten Präsentationen nur eine Nebenrolle spielte, weckte er im 18. Jahrhundert zunehmend das Interesse der Künstler. Er wird allmählich zum Hauptakteur in der Bildkomposition, indem er stetig mehr Platz als die Stadt und ihre Ringmauern einnimmt. An der Wende zum 20. Jahrhundert wird der See zu einem eigenständigen Motiv.
Die Magie des Sees wirkt auch heute noch und der Charme von Murten beruht nicht zuletzt auf diesem Naturerlebnis, das die Künstler aus Freiburg und anderen Ländern so sehr in seinen Bann gezogen hat.
Veranstaltungen:
12. April, 18 Uhr: Vernissage der Ausstellung.
29. April, 18.30 Uhr: zweisprachige Führung mit Denis Decrausaz, Museumsleiter.
10. Mai, 10-16 Uhr: Aquarellieren und Sketchen am Ufer des Murtensees, Kurs organisiert vom atelier mala (auf Anmeldung).
1. Juni, 15 Uhr: Führung mit Philippe Clerc, Kunsthistoriker.
15. Juni, 15 Uhr: letzte zweisprachige Führung und Finissage.



