Die Erinnerung an die Burgunderkriege

Vernissage zweier Publikationen

Museum Murten, Freitag, 19. Juni, 18:30–19:30 Uhr, Eintritt frei

 

Lisa Sancho, Daniel Jaquet, Estelle Doudet, Die Burgunderkriege. Erinnerungskultur und Gedenkfeiern in der Schweiz (1476–2026), Schwabe Verlag, 2026.

Die Burgunderkriege |Schwabe Verlag

Lisa Sancho, Daniel Jaquet, Estelle Doudet, Les guerres de Bourgogne. Mémoires et commémorations en Suisse (1476-2026), Collection Savoir suisse, 2026.

Les guerres de Bourgogne | EPFL Press

 

Veranstaltungsprogramm

18:30–18:35 Uhr Empfang
18:35–18:55 Uhr Vorstellung der deutschen und französischen Ausgabe des Buches
18:55–19:10 Uhr Präsentationen von Savoir Suisse und Schwabe
19:10–19:30 Uhr Apéro und offene Diskussion

PANORAMA DIGITAL (14.2.-19.4.2026)

Ein Erlebnis immersiver Kunst

Als Vorgeschmack auf das 550-jährige Jubiläum der Schlacht von Murten freut sich das Museum Murten sehr, in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne eine Ausstellung zu präsentieren, die dem berühmten Panorama gewidmet ist, das zwischen 1893 und 1894 vom deutschen Künstler Louis Braun gemalt wurde.

Dieses monumentale Werk von nationaler Bedeutung, bestehend aus fast 1000 m² Leinwand, zeigt eine der bedeutendsten Episoden des späten 15. Jahrhunderts: den Sieg der Eidgenossen und ihrer Verbündeten über die gefürchtete Armee des Herzogs Karl von Burgund, genannt der Kühne.

Die Schlacht von Murten war ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte des Spätmittelalters und ist bis heute in aller Munde. Im 19. Jahrhundert, einer Blütezeit für die Geschichtswissenschaften und die Gründungsmythen der Schweiz, wurde sie gefeiert, gewürdigt und „nach der Natur” gemalt. Davon zeugt das Hauptwerk von Louis Braun, dessen Entstehungsgeschichte und Wechselfälle in der vorliegenden Ausstellung dokumentiert sind.

Neben den historischen Aspekten bietet die Ausstellung ein immersives Erlebnis im Zentrum des Panoramas, das auf dem weltweit grössten digitalen Bild eines physischen Objekts (1,6 Trillionen Pixel) basiert. Dank dieser aussergewöhnlichen Auflösung bietet die Installation eine multimodale Erzählung, in der die Besucherinnen und Besucher selbstständig navigieren, beobachten und mit der digitalen Kopie des Panoramas interagieren können. Diese von der EPFL getragene Erfahrung eröffnet neue Perspektiven für die Betrachtung und Wahrnehmung eines Kulturguts.

 

Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Ausstellung:

13. Februar, 19:00 Uhr: Vortrag des Historikers Daniel Jaquet, gefolgt von der Vernissage der Ausstellung in der Orientierungsschule der Region Murten.

15. März, 15:30 Uhr: Zweisprachige Führung mit Denis Decrausaz, Direktor des Museums.

19. April, 15:00 Uhr: Letzte zweisprachige Führung und Finissage.

 

Ergänzende Links:

https://www.grandsonmorat1476.ch/de

Das Terapixel Panorama – der Schlacht bei Murten

BHM — Murten, ausgeschlachtet.

Der Verein | Amis du panorama

Grandson-Murten 2026

2026 ist ein besonderes Jahr für die Stadt Murten, denn es jährt sich zum 550. Mal die Schlacht bei Murten, ein bedeutendes Ereignis in der Schweizer und europäischen Geschichte. In diesem Jahr bietet das Museum von Murten die Möglichkeit, diese berühmte Schlacht und ihre Gedenkfeiern im Laufe der Jahrhunderte in zwei Wechselausstellungen und drei Wissenschaftscafés (wieder) zu entdecken.

Programm:

Wechselausstellungen

14.2-19.4: PANORAMA DIGITAL. Ein Erlebnis immersiver Kunst

2.5-4.10.26: Erzählen, darstellen und feiern: Die Ursprünge der Gedenkfeiern zur Schlacht von Murten (vorläufiger Titel)

 

Wissenschaftscafés und Vorträge

31.5.2026, 10:30-11:30 Uhr: Mémoire en vitrine, savoir en classe : penser la bataille de Morat aujourd’hui, en français. Moderation: Denis Decrausaz. Referenten: Telmo Berner Bastos, Loïc Chollet, Alain-Jacques Tornare.

9.6.2026, ab 19:30 Uhr: Murten 1476-2026, Altvertrautes, neu gesehen, auf Deutsch, Claudius Sieber-Lehmann.

29.9.2026, 18:30-19:30 Uhr: Podiumsgespräch über lebendige Traditionen als Anknüpfung an den Murtenlauf, auf Deutsch.

 

Grengspitz (29.6.-14.12.2025)

GRENGSPITZ

BERNARD BAILLY – JANET BAILLY – JOSIANE GUILLAND

Im Anschluss an die vorherige Ausstellung Murtensee, liegt der Fokus jetzt auf einer bestimmten Landschaft, dem Grengspitz. Drei Freiburger Künstler:innen, Bernard Bailly, Janet Bailly und Josiane Guilland lassen sich von diesem malerischen Ort inspirieren. In ihrer Herangehensweise zu diesem Thema verfolgen sie gegensätzliche sowie komplementäre Ansätze. Dabei geht es um die Natur, die von den Menschen genutzt und umgestaltet wird, um geschichtliche Ereignisse oder auch philosophische Fragestellungen.

Josiane Guilland lässt sich auf ein malerisches Abenteuer ein, indem sie den poetischen Geist dieses Ortes einzufangen versucht und ihre Emotionen in eine visuelle Sprache übersetzt. An diesem Ort der Geheimnisse wird der Mensch mit den grossen Fragen über das Leben und der Zeitlosigkeit konfrontiert.

Auch Janet Bailly lässt sich von den friedlichen Ufern des Murtensees und den subtilen Lichtreflexionen inspirieren. Aufgewachsen an der Küste von Dorset unweit von Stonehenge, hat sie eine starke Beziehung zur Vorgeschichte und der Archäologie. In ihrer Vorstellungskraft begibt sie sich auf die Suche nach den verschwundenen Siedlungen der Frühzeit auf der Grenginsel.

Ausgehend von dem Gemälde «Der bedrohte Schwan» von Jan Asselijn, das im Rijksmuseum in Amsterdam ausgestellt ist, wählt Bernard Bailly einen anderen Zugang zu dieser Landschaft am Murtensee. Der bedrohte Schwan als Allegorie für Schlacht, Kampf, Bruch, Zerstörung, Stärke, Kraft, aber auch Zartheit und Verletzlichkeit.

In dieser Ausstellung werden die künstlerischen Arbeiten mit historischen Quellen erweitert. Die Juragewässerkorrektion, die massgeblich diese Landschaft umgestaltete, wird mithilfe topografischer Karten veranschaulicht. Durch diese technisch-hydrologischen Massnahmen wurden die urgeschichtlichen Siedlungen von Greng entdeckt. Der Grengspitz gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“.

VERANSTALTUNGEN

28. Juni, 18 Uhr: Vernissage.

20. Juli, 11 Uhr: zweisprachige Führung mit den Künstler:innen.

10. September, 16 -18 Uhr: Botanische Exkursion an den Grengspitz mit Gregor Koslowski, Direktor des botanischen Gartens Freiburg.

12. Oktober, 15 Uhr: zweisprachige Führung mit den Künstler:innen.

6. November, 18 Uhr: Grengspitz: UNESCO-Welterbe, Vortrag von Reto Blumer, Kantonsarchäologe von Freiburg.

14. Dezember, 15 Uhr: letzte zweisprachige Führung und Finissage mit den Künstler:innen.

Der Murtensee (13.4.-15.6.2025)

Aus Künstlersicht.

Allzu oft werden die Ansichten des Murtensees von den zahlreichen Darstellungen des Genfersees oder des nahen Neuenburgersees in den Schatten gestellt, obwohl sie diesen in nichts nachstehen. Die Ausstellung zu diesem Thema zeigt eine bedeutende Sammlung von Stichen, Zeichnungen und Gemälden, die in der Schweizer Kunstgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts kontextualisiert sind.

Die vielfältigen Bilder des Murtensees verdeutlichen, wie sich seine Darstellung im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Während der See in den ältesten Präsentationen nur eine Nebenrolle spielte, weckte er im 18. Jahrhundert zunehmend das Interesse der Künstler. Er wird allmählich zum Hauptakteur in der Bildkomposition, indem er stetig mehr Platz als die Stadt und ihre Ringmauern einnimmt. An der Wende zum 20. Jahrhundert wird der See zu einem eigenständigen Motiv.

Die Magie des Sees wirkt auch heute noch und der Charme von Murten beruht nicht zuletzt auf diesem Naturerlebnis, das die Künstler aus Freiburg und anderen Ländern so sehr in seinen Bann gezogen hat.

Veranstaltungen:

12. April, 18 Uhr: Vernissage der Ausstellung.

29. April, 18.30 Uhr: zweisprachige Führung mit Denis Decrausaz, Museumsleiter.

10. Mai, 10-16 Uhr: Aquarellieren und Sketchen am Ufer des Murtensees, Kurs organisiert vom atelier mala (auf Anmeldung).

1. Juni, 15 Uhr: Führung mit Philippe Clerc, Kunsthistoriker.

15. Juni, 15 Uhr: letzte zweisprachige Führung und Finissage.

Fastnacht Murten!

FASTNACHT. LÖMERS LA TSCHÄDERÄ!

16.2-23.3.2025

Wechselausstellung in Vorbereitung

Freiburgerinnen treten aus dem Schatten! (4.10-15.12.2024)

Die Mitwirkung und die Rolle der Frauen aus dem Seebezirk bei der Arbeit in den Reben, beim Solennitätsfest oder bei reformierten Hilfswerken – erzählt von Schülerinnen und Schülern der OS Murten. Die aus einem Projekt von Schülerinnen und Schülern der 10H entstandene Ausstellung Freiburgerinnen treten aus dem Schatten! zeichnet die Geschichte der Freiburger Frauen zwischen dem 15. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Dieses originelle und nachhaltige Projekt möchte die Schülerinnen und Schüler für die Gleichstellung von Männern und Frauen 50 Jahre nach Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts sensibilisieren. Die aktuelle Ausstellung im Museum Murten ist die fünfte und letzte Ausstellung des ehrgeizigen Projekts, das Ende Juni 2021 gestartet wurde. Sie dauert bis zum 15. Dezember.

Montilier Watch (18.8.-15.12.2024)

IN DER ZEIT DER FREIBURGISCHEN UHRENINDUSTRIE
Trotz des unbestrittenen Prestiges der Schweizer Uhrenindustrie sind Teile ihrer Geschichte nach wie vor weitgehend unbekannt. Während in der Fachliteratur in der Regel der Aufschwung der Genfer Produktion ab 1550 und die industrielle Ausbreitung im Jurabogen erwähnt werden, gibt es nur wenige Arbeiten, die die Entwicklung der Branche in anderen Regionen, wie beispielsweise im Kanton Freiburg, dokumentieren. Viele Fabriken sind daher in Vergessenheit geraten, obwohl sie qualitativ hochwertige Produkte herstellten und zeitweise kommerziell erfolgreich waren. Die Fabrik von Montilier Watch ist nur eines von vielen Beispielen. Das 1851/1857 gegründete Unternehmen mit Sitz in Muntelier hatte einen schwierigen Start, bevor es unter der Leitung von Étienne-Ovide Domon und Constantin Dinichert einen erfreulichen Auf schwung erlebte. Im Jahr 1885 stellte man fast 60.000 Uhren her und beschäftigte über 400 Personen. Die Fabrik wurde sukzessive ausgebaut und war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Motor der Industrialisierung des Murtenbietes und einer der größten Arbeitgeber im Kanton Freiburg. Nach der Wirtschaftskrise von 1929 bis 1934, die die Firma schwer belastete, blühte sie wieder auf und erhielt Aufträge aus der ganzen Welt. Die Verschärfung des Wettbewerbs in der Schweiz und die Globalisierung der Produktion führten jedoch zum allmählichen Niedergang des Unternehmens, das 1963 geschlossen wurde.

Mit ihren Ereignissen und Geheimnissen ist die Geschichte der Muntelier-Uhren ein wahres Freiburger Epos, das in dieser Ausstellung anhand von zahlreichen Uhren und Objekten aus Privatsammlungen sowie Archivauszügen nachvollzogen wird.

VERANSTALTUNGEN

  • 17. August, 18 Uhr: Vernissage der Ausstellung.
  • 3. Oktober, 19 Uhr: zweisprachige Führung durch Denis Decrausaz, Museumsleiter, und Markus Rubli, wissenschaftlicher Berater.
  • 10. November, 15 Uhr: zweisprachige Führung durch Denis Decrausaz und Markus Rubli.
  • 29. November, 18 Uhr: «Zeitgeschichten. Das Dorf Muntelier und seine Uhrenindustrie», Vortrag von Urs Haenni, Journalist.

 

Grégory Sugnaux. Griserie (24.3-2.6.2024)

GRÉGORY SUGNAUX

Museum Murten

  1. März – 2. Juni 2024

 

Griserie

Das Museum Murten öffnet dem visuellen Künstler Grégory Sugnaux seine Türen für eine Ausstellung, die den Dialog zwischen dem Alten und dem Zeitgenössischen in den Mittelpunkt stellt. Neuartig und an der Schnittstelle verschiedener Techniken greifen die für den Ort geschaffenen Werke die lokale Geschichte auf einzigartige Weise auf.

Griserie ist als Zeitreise gedacht und führt uns zum Ereignis vom 28. Juni 1866 zurück; ein Elefant stiftete in der Stadt Murten Unruhe und wurde danach mit einer Kanonenkugel getötet. Mit dieser Individualausstellung bietet der Künstler, der sich auf zahlreiche Archivquellen stützt, eine persönliche Lesart dieses historischen Geschehens an. Er stellt Verbindungen zwischen etablierten Fakten und kulturellen Wahrnehmungen, Menschheit und Animalität her.

 

Grégory Sugnaux (1989) ist Absolvent der École cantonale d’Art du Valais und der Hochschule der Künste in Bern, lebt und arbeitet in Freiburg. Er wurde 2015 mit dem Kiefer-Hablitzel-Preis ausgezeichnet und war Finalist für den Schweizer Kunstpreis 2020. Der Künstler hat auch mehrere Kunstaufenthalte absolviert: unter anderem in Berlin, im Wedding (2016), Paris, Cité internationale des arts (2019-2020) und Rom, Schweizerisches Institut (2022-2023).

 

VERANSTALTUNGEN:

23. März, 18 Uhr: Eröffnung

28. März, 19 Uhr: Führung auf Französisch

16. Mai, 19 Uhr: Führung auf Deutsch

Muriel Zeender. Die Zeremonie (22.10.-28.12.2023)

Die Zeremonie

Der Fischfang ist eine der ältesten Tätigkeiten der Menschheit und war schon immer Gegenstand von Erzählungen, in denen männliche Figuren im Vordergrund standen, während die Frauen an Land auf die Rückkehr der Fischer warteten.

Umgekehrt wird Muscheln und verschiedenen Fischen etwas Weibliches zugeschrieben. Wie diese wurde auch die Frau als wandelbar angesehen: Der Glanz ihrer Schuppen ist eine Täuschung, und es ist schwierig, sie in der Hand zu halten; sie könnte abrutschen und entfliehen. Im Deutschen ist es umgekehrt: Fisch, Aal, Delphin sind Bezeichnungen, die dem männlichen Geschlecht zugeordnet sind. Dagegen sind Orte, an denen der Fisch eingesperrt, aber lebendig und zappelig ist (Fischbüchse, Reuse, Tiefsee), häufig dem weiblichen Geschlecht zugewiesen.

Aber letztendlich…, wer fischt wen? Wer sperrt wen ein? Angeln, List, Köder, Fang, Illusion… das Spiel der Analogien ist eröffnet!

In Freiburg geboren, bildet sich Muriel Zeender in Zeichnen und Malerei aus und entwickelt gleichzeitig Kunstinstallationen. Die ausgestellte Arbeit ist das Ergebnis ihres Aufenthalts in der ehemaligen Fischzucht von Murten. Es wird dem Begriff der „Zeremonie“ anhand von alltäglichen Praktiken, die allen Arten von banalen Tätigkeiten eine rituelle Form verleihen, nachgegangen.

 

VERANSTALTUNGEN:

21. Oktober, 18 Uhr: Eröffnung

7. November, 18.30 Uhr: Zweisprachige Führung durch die Ausstellung

3. Dezember, 16 Uhr: Zweisprachige Führung durch die Ausstellung

9. Dezember, 17 Uhr: Literarische und musikalische Performance des Kollektivs «Bern ist überall». Neue Aufführung. Begrenzte Anzahl an Plätzen.

Adresse

Museum Murten
Ryf 4
CH-3280 Murten / Morat

Öffnungszeiten

Di – Sa 14-17  Uhr

So 10-17 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene CHF 8.-
Erwachsene reduziert CHF 5.-
Kinder und Jugendliche (6-16) CHF 2.-
Gruppen ab 8 Personen CHF 5.-
Schulklassen CHF 1.-

Kontakt

T +41 26 670 31 00
kontakt@museummurten.ch