FR  /  DE  /  EN

Françoise Emmenegger und Catherine Zumkeller "Vergänglich": 20. März - 31. Mai 2016 (Vernissage, Samstag 19. März um 18 Uhr)

Die Werke von Catherine Zumkeller und Françoise Emmenegger nehmen uns mit auf eine Reise…eine Reflexion über das Zerbrechliche…das Vergängliche…Erinnerungen an ein verlorenes Paradies…

Licht- und Schattenspiele, weiche Linien auf Papier, in Bronze gearbeitete Silhouetten, nehmen pflanzliche Formen an, verwandeln sich in anthropomorphe Figuren. Die Schönheit und das Absurde der Vergänglichkeit widerspiegeln sich in ihren Werken.

 

Catherine Zumkeller ist in Bern geboren und lebt heute in Bulle. Als Vollzeitkünstlerin nimmt sie regelmässig an Workshops in der Schweiz und Deutschland teil und seit 1990 zeigt sie ihre Werke in Ausstellungen. Catherine Zumkeller bietet öffentliche Kurse für Interessierte in ihrem Atelier an. Sie ist Mitglied von Visarte Freiburg.

 

Françoise Emmenegger studierte zwischen 1986 und 1991 an der Hochschule der Künste Bern und an der École Nationale Supérieure des Arts Visuels de la Cambre in Brüssel. Heute unterrichtet sie Bildnerisches Gestalten in Freiburg. Sie gehört ebenfalls der Vereinigung Visarte Freiburg an.

 

Mehr als hundert Werke sind auf den fünf Stockwerken des Museums ausgestellt.

 

14. April, 19 Uhr: Françoise Emmenegger und Catherine Zumkeller führen durch ihre Ausstellung.

 

 

Anna Coudray und Bertrand Kurzo "Die Kunst der Gegensätze": 11. Oktober - 29. November 2015 (Vernissage, Samstag 10. Oktober um 18 Uhr)

In der Ausstellung „Die Kunst der Gegensätze“ begegnen sich die beiden Freiburger Künstler, Anna Coudray und Bertrand Kurzo.

 

Anna Coudray wurde 1967 in Freiburg geboren. Die gelernte Goldschmiedin besitzt seit 2011 ein eigenes Atelier. Neben dem Entwerfen und Gestalten von Schmuck widmet sich die Künstlerin seit vielen Jahren mit Erfolg der Malerei sowie dem Modellieren und der Bildhauerei. Bis heute hatte sie zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz und im Ausland.

 

Bertrand Kurzo wurde 1963 in Freiburg geboren. Nachdem er einige Jahre als Plattenleger gearbeitet hatte, wechselte er zum Strassenunterhalt. Während seiner Arbeit kam ihm die Idee, Objekte zu recyceln und sie zu Skulpturen umzuformen. Seit 2013 wird der Gewinnerpreis für den Murtenlauf von ihm hergestellt. In den letzten Jahren hat er seine Werke sowohl in Einzel- wie auch in Gruppenausstellungen vorgestellt.

 

Unterschiedliches Kunstschaffen – die Skulpturen von Bertrand Kurzo und die Bilder von Anna Coudray – bildet den Schwerpunkt der Ausstellung und eröffnet einen ästhetischen Dialog zwischen den beiden Ausdrucksformen. Ein spielerischer Dialog der Gegensätze mit  einer Prise subtiler Ironie.

 

19. November, 19 Uhr: Anna Coudray und Bertrand Kurzo führen durch ihre Ausstellung.

 

Grenzen/Frontières

In zahlreichen Gebieten wie der Geschichte, der Soziologie, der Geographie oder der Philosophie stellt der Begriff der „Grenze“ ein wichtiges Thema der Auseinandersetzung dar.

 

Grenzen sind nicht bloss Demarkationslinien. Sie können trennen und Spaltungen verursachen, aber auch zusammenbringen oder vereinen, je nach den Umständen, die sich in einer bestimmten Zeit ergeben. Die Ausstellung will zum Nachdenken über drei Grenzen anregen, welche die Geschichte unserer Region geprägt haben. Sowohl die Sprach- und konfessionellen Grenzen (kulturelle Dimension) wie auch die territorialen Grenzen (politische Dimension) werden unter anderem in historischen Objekten, Archivdokumenten und Interviews erwähnt.

 

Die Auseinandersetzung mit diesen Grenzen birgt in sich auch die Frage der Identität. Grenzen schliessen aus, definieren und schützen. Sind Grenzregionen also ein Niemandsland, ein Gebiet des Austauschs oder der Konflikte, eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen?

 

Um diesen Gedanken nachzugehen und um sie zu vertiefen, stellt das Museum Murten die Werke von zwanzig Künstlern von Visarte Freiburg aus: Bernard Bailly, Hugo Brülhart, Georges Corpataux, Françoise Emmenegger, Odile Gauthier, Véronique Grube-Brodard, Josiane Guilland, Julia Huber, Marylène Joye, Pierre-Alain Morel, Augustin Pasquier, Cornélia Patthey, Isabelle Pilloud, Francesco Ragusa, Magdolna Rubin, Flaviano Salzani, Hans Schöpfer, Marie Vieli, Klakla Wojtek und Catherine Zumkeller.

 

Ergänzend zu den historischen Zeugnissen bieten die Werke dieser Künstler einen zeitgenössischen und manchmal zeitlosen Blick auf dieses Thema.

 

Menschen schaffen Grenzen… Grenzen schaffen Menschen…

 

 

Begleitveranstaltungen:

 

6. Juni, 18 Uhr: Vernissage.

 

11. Juni, 19 Uhr: Prof. Dr. Patrick Suter, Université de Berne : « Frontières », Lecture et représentation.

 

18. Juni, 19 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. André Holenstein, Universität Bern: Verflechtung und Abgrenzung. Historische Betrachtungen zur “condition d’être” des Kleinstaats Schweiz.

 

25. Juni, 19 Uhr: Vortrag von Pascale Schaller, Doktorandin SNF und Alexandra Schiesser, Diplomassistentin, Universität Freiburg : Identität an der Sprachgrenze. Ein linguistischer Blick auf Freiburg und darüber hinaus.

 

2. Juli, 19 Uhr: Visite guidée de l’exposition «  Grenzen / Frontières » en compagnie d’Ivan Mariano, directeur du musée.

 

3. September, 19 Uhr: Vortrag von Bernhard Altermatt, Doktorand, Universität Freiburg : Sprachen, Konfessionen, politische Strukturen: Grenzen und Grenzüberschreitungen im Seeland und den benachbarten Regionen.

 

10. September, 19 Uhr: Diskussionsrunde mit Jean-Pierre Dorand (Historiker) und Daniel Lehmann (Oberamtmann des Seebezirks) : Die Identität des Seebezirks : gestern und heute.  

 

11. September, 20 Uhr: Konzert von Gustav. (Eintritt: 30.-)

 

17. September, 19 Uhr: Führung durch die Wechselausstellung « Grenzen/Frontières », Monika Kohli, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum Murten.

 

24. September, 19 Uhr : Vortrag von Liliane Meyer Pitton, Dr. des, Universität Bern und Larissa S. Schedel, Doktorandin SNF, Universität Freiburg: Urlaub am Röstigraben: Von der Bedeutung der Sprachgrenze für die Tourismusindustrie.

 

26. September, 17 Uhr: Tag der Zweisprachigkeit: Öffentlicher Rundgang „Amüseum“.

 

1. Oktober, 19 Uhr: Vortrag von Pierre Blanc, Grabungsleiter des Site et Musée romains d’Avenches: Avenches/Aventicum, eine römische Stadt in helvetischem Gebiet.

 

3. Oktober, ab 16 Uhr: Finissage.

 

———————————————————-

 

 

Franz Brülhart "Drowning by colors": 22. März - 29. Mai 2015 (Vernissage, Samstag 21. März um 18 Uhr)

Franz Brülhart wurde 1960 in Freiburg geboren und wuchs in Ueberstorf auf. Zwischen 1981 und 1984 studierte er Kunstgeschichte an der Universität Bern, anschliessend schrieb er sich an der « École Supérieure d’Art Visuel » in Genf ein. Später folgten mehrere Aufenthalte in den Vereinigten Staaten und von 1994 bis 1998 lebte er in Berlin. Momentan wohnt er in Bern, sein Atelier hat er in Mariahilf (Kanton Freiburg). Bis heute hat Franz Brülhart bereits mehr als 20 Einzelausstellungen in der Schweiz und im Ausland realisiert und an zahlreichen Gruppenausstellungen teilgenommen.

 

Die neuesten Werke von Franz Brülhart nehmen oftmals Bezug auf die vier Elemente: Luft, Erde, Feuer und Wasser. Diese Elemente kommen durch explosive, manchmal fast chaotische Formen zum Ausdruck. In seinen Bildern verwendet der Künstler verschiedene Techniken, welche die Übergänge zwischen Form und Inhalt leicht verwischen. Die Werke von Franz Brülhart ziehen an und stossen ab, nähern sich und gehen auf Distanz. Es entsteht eine Spannung zwischen ihnen und dem Betrachter.

 

In Murten zeigt Franz Brülhart einen ausdrucksstarken Dialog zwischen der Kraft des Wassers und dem Glanz der Farben: Wasser in seiner elementaren Form, endlich und unendlich, als Symbol des Lebens und manchmal auch des Todes, Wasser der Sintflut, des Krieges… das reinigende Wasser… Wasser ertränkt in Farben, um besser atmen zu können.

 

Mit einer Klanginstallation von André Rossier: DropInOut.

 

 

Peter Barth "Werte": 12. Oktober - 7. Dezember 2014 (Vernissage, Samstag 11. Oktober um 18 Uhr)

Peter Barth wurde 1960 in Zürich geboren und wohnt seit seinem vierten Lebensjahr in Kerzers. 1983 eröffnete er sein Glasdesign-Atelier und widmet sich seit über zwanzig Jahren auch der Malerei. Bis heute konnte er seine Werke in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen einem grösseren Publikum zeigen. Ab 1983 führt er regelmässig Atelierausstellungen durch. Einige seiner Werke sind im öffentlichen Raum ausgestellt.

 

Im Museum Murten präsentiert der Künstler über siebzig Bilder und ein Dutzend Türen. Die Inspiration für seine Bilder fand er in den letzten zwölf Jahren in verschiedenen Museen der Schweiz. Die Türen sollten anfangs ein spielerisches Projekt zu seinen Themen sein, aber bald waren sie, wie auch die Bilder, beim Kernthema angelangt: Beim Menschsein und den inneren Werten eines Menschen.

In der Ausstellung treten die Kunstwerke in einen Dialog zwischen:

                                                                                    

Geist – Materie

Ich – Gemeinschaft

Kunst – Geschichte

 

 

In Vully veritas, 31. Mai - 5. Oktober 2014

Eine Ausstellung über den Wein und den Weinbau im Vully

 

Auch wenn keine schriftlichen Zeugnisse dies belegen, verdanken wir den Weinbau im Vully höchstwahrscheinlich den Römern. Die ersten Schriftstücke, in denen der Weinbau und die Weinkultur erwähnt wurden, stammen aus dem Mittelalter. Der Weinbau war damals schon in der lokalen Wirtschaft verankert. Die Zeitgenossen scheinen die sonnigen Hänge des Vully und den dort produzierten Wein bereits in vergangenen Zeiten geschätzt zu haben. Weitere Zeugnisse und Quellen im Verlauf der Jahrhunderte – unter anderen auch notarielle Urkunden – zeugen von einer dauerhaften Weinbautätigkeit.

Das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts erwies sich aufgrund schlechter klimatischer Bedingungen und Krankheiten wie des echten und falschen Mehltaus der Rebe als eine besonders schwierige und krisenhafte Zeit für den Weinbau. Die Krise erreichte auch die Region um den Mont Vully. Die Reblaus, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für grosse Schäden in vielen europäischen Weinregionen verantwortlich war, erreichte den Vully erstmals im August 1903. Die Krise im Weinbau setzte sich somit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts fort.

Die Güterzusammenlegung zwischen 1962 und 1992, welche die Neuteilung und das Zusammenführen kleiner Weingüter zum Ziel hatte, sowie die Trockenlegung und die neuen, für Maschinen zugänglichen Wege, führten zu einer Verbesserung von Anbau und Produktion. Das hatte eine positive Auswirkung auf die Qualität des produzierten Weines.

Im Jahr 2012 wurde die Vereinigung „Association des encaveurs du Vully vaudois et fribourgeois“ gegründet. Eines ihrer ersten Ziele war es, das Qualitätssiegel AOC für die Weine der Region zu sichern. 2014 zählt die Vereinigung 24 Mitglieder aus den Regionen im Kanton Freiburg und der Waadt.

Die Weine des Vully werden noch heute sehr geschätzt und sind von Erfolg gekrönt. Die Rebsorten sind grundsätzlich noch immer der Chasselas für den Weisswein und der Pinot Noir für den Rotwein. Unter diesen Weinen gibt es einige Spezialitäten, die in den letzten Jahren besonders erfolgreich waren und an Bedeutung gewonnen haben.

Folgende Themen stehen in der Ausstellung im Fokus: Lokalisation und historischer Überblick, die Weinlese, der Weinbau und die Kelterarbeit. Auch werden die Portraits der Mitglieder der „association des encaveurs du Vully vaudois et fribourgeois“ ausgestellt und gezeigt. Die Besucher werden über 80 verschiedene Aufnahmen des Freiburger Fotografen Nicolas Brodard aus den Jahren 2013 und 2014 bestaunen können. Historische Objekte, Archivdokumente sowie alte Aufnahmen ergänzen die Ausstellung und runden sie ab.

 

 

Josiane Guilland "Zwischen den Falten der Zeit", 23 März - 22. Mai 2014 (Vernissage, Samstag 22. März um 18 Uhr)

 Die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens verbrachte Josiane Guilland am Bielersee, nun lebt und arbeitet sie seit dreissig Jahren an den Hängen des Murtensees.

Josiane Guilland absolvierte eine künstlerische Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Biel. Für ihr Wirken als Illustratorin erhielt sie zweimal ein Stipendium des Bundes.

Als Mitglied der Freiburger Sektion von «Visarte» hatte Josiane Guilland verschiedentlich die Möglichkeit, ihre Werke in Gruppen- wie auch in Einzelausstellungen zu präsentieren. Nach einer mehrjährigen Unterrichtstätigkeit in künstlerischer Gestaltung an der französischen Abteilung des Kollegiums Heiligkreuz in Freiburg hat sie ihre Stelle aufgegeben, um sich ganz ihrer kreativen Tätigkeit zu widmen.

Die Ausstellung verfolgt verschiedene Pfade, die sich immer wieder kreuzen und ergänzen. So entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der sich als zeitlose Vision auf der Seeoberfläche spiegelt.

Die Ausstellung gestaltet sich als eine Suche, deren Feld sich auf sechs Faltungen in der Zeit und deren jeweilige Verbindung zu den Objekten der Museumssammlung erstreckt:

 

Schrift der Planzen – Im Sumpf – Geheime Gärten – Ursprüngliche Anmut – Fenster der Morgendämmerung – Bewegungslauf

 

——————————————————————————————

 

Sandra Mumprecht "ESPRIT & NATURE" : 26. Oktober - 8. Dezember 2013

Sandra Mumprecht ist 1982 in Zürich geboren. Sie lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in der Region Murten. Seit elf Jahren begleitet die Fotografie sie nun. Im Jahr 2008 beginnt sie als freischaffende Fotografin zu arbeiten.

Ihre Tätigkeitsfelder basieren auf einem ausgewogenen Dreieck – zwischen Landschafts-, Studio- und Reportagefotografie. Mit ihren Fotos will die Fotografin Emotionen wecken, und somit dem Betrachter einen anderen Blick fürs scheinbar «Alltägliche» geben. Durch Bildkomposition und Lichtarbeit zeigt sie das Spezielle und Ästhetische eines Moments. Die Natur fasziniert sie. Auch geht sie gerne auf Reisen, und nutzt diese Gelegenheiten für starke Reportagebilder.

Die Landschaftsfotografie bringt Sandra Mumprecht Momente von Ruhe und Freiheit. In vielen ihrer Arbeiten finden sich diese beiden Elemente als Spiegel der Seele. Oft sucht sie atypische Landschaften.

Bis heute hat sie verschiedene Ausstellungen im Raum Murten und Umgebung realisiert. 2008 wurde die Fotografin vom Deutschfreiburger Heimatkundeverein für den fotografischen Teil der Publikation «Biber, Brütschen, Badende» engagiert.

 

 

 

 

80 Jahre Murtenlauf, 8. Juni - 20. Oktober 2013 (Vernissage, Samstag 8. Juni um 18 Uhr)

Der Murtenlauf wurde im Zeichen der Erinnerung an den Sieg der Eidgenossen und ihrer Verbündeten über die Armee Karls des Kühnen, am 22. Juni 1476 in Murten, gegründet. Gemäss der Überlieferung rannte ein Meldeläufer mit einem Lindenzweig in der Hand nach Freiburg, um den Sieg zu verkünden. Am Ziel angekommen brach er vor Erschöpfung zusammen. Der Lindenzweig wurde gepflanzt und wuchs später zu einem stattlichen Lindenbaum. Die Schlacht von Murten gilt als wichtige Etappe im Integrationsprozess der Freiburger Gebiete in die Eidgenossenschaft, welcher einige Jahre später, 1481, seinen Abschluss fand.

Die Idee eines Gedenklaufs als Erinnerung an die Strecke, die der Meldeläufer von Murten nach Freiburg zurücklegte, kam bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Doch erst 1931 entschloss sich der Berner Maler und Läufer Adolphe Flückiger, die Strecke mit einem Lindenzweig in der Hand abzulaufen. Seine Aktion blieb nicht unbeachtet. Das Zusammentreffen zwischen ihm und Beda Hefti, dem Gründer des Leichtathletikclubs von Freiburg im Jahr 1932, war dabei von grosser Bedeutung. Im folgenden Jahr, am 25. Juni 1933, fand die erste offizielle Austragung des Murtenlaufs statt. Unter den 14 Teilnehmern setzte sich der Basler Alexander Zosso in 1:01:00 Stunden durch. Die Strecke betrug 16,4 Kilometer und das Ziel befand sich auf der Höhe des Lindenbaums, in der Nähe des Freiburger Rathauses.

2013 findet nun die 80. Ausgabe des ältesten Volkslaufs der Schweiz statt. In diesen 80 Jahren holten tausende LäuferInnen ihre Laufschuhe aus dem Keller und nahmen am Rennen teil. Natürlich weist der Murtenlauf heute nicht mehr den gleichen patriotischen Hintergrund auf wie zu seinen Anfangszeiten. Die Mehrzahl der LäuferInnen denken während des Laufs kaum an die Schlacht von Murten und an den Meldeläufer. Dennoch blieben einige traditionelle Aspekte erhalten und verleihen dem Lauf seinen speziellen Charakter. Heute zählt der Murtenlauf zum Freiburger und in einem grösseren Rahmen auch zum Schweizer Kulturerbe.

Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, die Erfolgsgeschichte des Laufs aufzuzeigen. Vielmehr will sie die Entwicklung eines Phänomens im Lauf der Zeit, anhand verschiedener Themen, darstellen.

Wer waren die wichtigsten Protagonisten, die den Lauf prägten? Seit wann dürfen Frauen am Wettkampf teilnehmen? Wie entwickelte sich der Lauf in organisatorischer Hinsicht? Das sind einige Fragen, denen die Ausstellung nachgehen möchte. Dazu greift sie auf Fotos aus verschiedenen Beständen zurück, ergänzt mit historischen Fernsehaufnahmen. Ausserdem macht die Ausstellung den Besuchern verschiedene Gegenstände zur Geschichte des Murtenlaufs (Pokale, Medaillen, Diplome, Zeitmessungssystem) zugänglich.

 

 

An den Ufern des Murtensees: Einst und Heute, 24. März - 31. Mai 2013 (Vernissage, Samstag 23. März um 18 Uhr)

Alfred Rehfous (1860-1912)

 

Geboren am 22. Januar 1860 in Genf. Beim bekannten Schweizer Landschaftsmaler Barthélemy Menn absolvierte er an der Ecole des Beaux-Arts in Genf Kurse. Später bildete er sich in Paris bei Alexandre Cabanel und Jean-Joseph Benjamin-Constant weiter. Bereits in frühen Jahren wandte er sich der Landschaftsmalerei zu. Zwischen 1890 und 1900 entstand  eine Vielzahl von Landschaftsbildern der Kantone Genf, Waadt, Wallis sowie vom angrenzenden Frankreich und den Ufern des Murtensees. Begeistert vom Wallis trifft er sich mit Künstlerkollegen in Savièse. Er schliesst sich wichtigen Künstlergemeinschaften an, welche unter dem Namen Genfer Schule und Schule von Savièse bekannt sind. Ab 1900 verbrachte er die meiste Zeit zwischen Genf und seiner Sommerresidenz in Saillon. Zwischen 1884 und 1911 nahm Alfred Rehfous an über siebzig Schweizer sowie an Ausstellungen in Frankreich, Deutschland und Italien teil, die meist als Kollektiv konzipiert waren.

 

Bernard Bailly

 

Geboren 1949 in Genf. 1974 erhielt er das Diplom der Ecole des Beaux-Arts in Genf. Seit 2011 ist er Mitglied der Gilde Schweizer Bergmaler sowie seit 2012 von VISARTE. Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit erteilt er Kunstunterricht am Kollegium St. Michael in Freiburg.

2008 verlässt der Künstler die Hektik der Stadt und wendet sich den schönsten Gegenden der Schweiz zu.

Durch seine Herkunft, Ausbildung und Erfahrungen steht Bernard Bailly in der Tradition der berühmten Genfer Schule der Landschaftsmaler.

2012 entdecken Bernard und Janet Bailly an einer Ausstellung in Savièse die Werke von Alfred Rehfous. Inspiriert von diesem Künstler folgen sie seinen Spuren hin zu den Ufern des Murtensees.

www.bernardbailly.ch

 

Janet Bailly

 

Geboren 1956 in Scarborough, Yorkshire. Die Engländerin malte in ihrer Freizeit Aquarelle. Die Begegnung mit dem Maler Bernard Bailly ermutigte sie zu einem Neubeginn, in ihrem Leben wie in der Kunst. Stets im Freien versucht Janet Bailly nun mit Staffelei, Leinwand und Acrylfarbe die einmalige Atmosphäre der Landschaft festzuhalten.

Bei Sonne oder Sturm, sich den schnell wechselnden Lichtbedingungen anpassend, den Bewegungen, der vom Wind gepeitschten Wolken folgend, versucht Janet Bailly die Magie der Landschaft festzuhalten. Durch diese Leidenschaft findet die Künstlerin, neben ihrer Tätigkeit als Lehrerin, Momente von Freiheit und grosser Intensität an den wilden Ufern des Murtensees.

www.janetbailly.ch

 

 

  

 

ÖFFNUNGSZEITEN

April bis Dezember

Di – Sa : 14 – 17 Uhr

So :          10 – 17 Uhr

 

Montag geschlossen, ausser an Feiertagen

 

Sonderöffnungen auf Anfrage

 

EINTRITTSPREISE

Erwachsene Fr. 6.-

Erwachsene reduziert Fr. 5.-

Kinder und Jugendliche (6-16) Fr. 2.-

Gruppen ab 8 Personen Fr. 5.-

Schulklassen Fr. 1.-

 

Museum Murten

Ryf 4

3280 Murten / Morat

 

Plan

 

Tel. +41 26 670 31 00

Fax +41 26 670 01 35

 

kontakt@museummurten.ch


Facebook